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Katrin Geißler-Schmidt

Am liebsten ist sie mit Rad und Bahn unterwegs

Heute stellen wir ein weiteres Mitglied des Vorstandes der Aktion Kinder-Unfallhilfe: Katrin Geißler-Schmidt. Und sie ist nichts Geringeres als die Verlagsleiterin Springer Fachmedien München GmbH und zudem Geschäftsführerin der FUMO Solution GmbH. In dem Verlag erscheint unter anderem die VerkehrsRundschau – ein Fachblatt der Logistik-Branche. Herausforderungen mag Kathrin Geißler-Schmidt nicht nur beruflich, sondern auch privat: Die 51-Jährige hat Familie, Mann und zwei Töchter, liebt Yoga und Reisen und das Renovieren alter Häuser.

Katrin Geißler-Schmidt: eine Frau mit Herz und Verstand. Fotos: privat

Katrin Geißler-Schmidt: eine Frau mit Herz und Verstand. Fotos: privat

Im Interview lässt die Münchnerin zudem interessante Ein- und Ansichten zu. Spannend!

Aktion Kinder-Unfallhilfe: Wieso engagieren Sie sich für die Aktion Kinder-Unfallhilfe?

Katrin Geißler-Schmidt: Die VerkehrsRundschau war – so ist es in der Historie unseres Verlages nachzulesen – mit Helmut Schneikart, dem damaligen Chefredakteur, Gründungsmitglied der Kinderunfallhilfe. Unser gesamtes Verlagsportfolio dreht sich um das Thema Verkehr – vom Kindergartenkind bis zu den Senioren, vom Azubi bis hin zu den Unternehmern. Verkehrserziehung und -prävention stehen im Mittelpunkt unserer Produktpalette und sind Selbstverständnis unserer Arbeit.
Ich bin als Mutter und auch als Repräsentation unseres Verlages sehr stolz darauf, dass ich mich in die Aktion Kinder-Unfallhilfe einbringen darf.

Sind unsere Straßen rauer geworden? Brauchen Kinder heute mehr Schutz als früher?
Unsere Straßen sind vielfältiger und frequentierter geworden. Die Mobilität aller Altersklassen hat zugenommen. Selbst die Kleinsten fahren schon mit zwei Laufrad und rasen an Einfahrten vorbei, ohne die Gefahren zu erkennen.

Was ist Ihr Wunsch für den Verein?
Das der Verein sich stetig weiterentwickelt und weiter an Bedeutung gewinnt. Das unsere Ehrenritter und die Preisträger „Roter Ritter“ regional und überregional die Beachtung finden, die sie für ihre Leistungen verdienen.

Ihre Gedanken zum Thema Toter Winkel?
Es ist viel mehr Aufklärung notwendig! Immer wenn ich etwa die Fahrradfahrer in München sehe, wie sie sorglos an Autos und Lkw vorbeirasen, dabei oft das Recht der Vorfahrt erzwingen, manchmal auch selbst die Verkehrsregeln übertreten, bleibt mir oft das Herz stehen.

Was wäre Ihr wichtigster Beitrag für die Verkehrssicherheit von Kindern?
Praxisschulung auf dem Rad vor der Radfahrprüfung in der 4. Klasse – im realen Verkehr und nicht nur auf dem Schulhof, idealerweise vielleicht sogar auf dem Speditionshof im Dialog mit einem Lkw-Fahrer.

Wenn Sie es entscheiden könnten: Tempo 130 auf deutschen Straßen?
Eindeutig: Ja! Vor allem für das Klima und die Natur. Wir sollten alles tun, was enkeltauglich ist.

Welche Regeln im Straßenverkehr sind Ihrer Meinung nach zu lasch? Oder haben wir eh schon zu viele Regeln?
Die Regeln sind aus meiner Sicht ausreichend und klar – auch wenn die Strafen in manchen Fällen zu gering ausfallen. Es hält sich nur keiner mehr an die Regeln, weil nicht geprüft wird!

Nehmen Sie für längere Strecken das Auto oder die Bahn?
Das hängt von den Umständen ab. Aber am liebsten Bahn, das ist so schön entspannend (Anm. Unter der Voraussetzung, dass der Zug nicht überfüllt ist.)

Und für kürzere Wege in der Stadt?
Das Rad.

Wie oft schauen Sie täglich auf Ihr Handy?
Es ist mein ständiger Begleiter, selbst im Garten.

Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spaß?
Die Vielseitigkeit der Themen, die damit verbundenen vielen verschiedenen Persönlichkeiten, Kund*innen, Autor*innen, Mitarbeiter*innen, mit ihren kleinen und großen Befindlichkeiten und die immerwährende notwendige persönliche Weiterentwicklung. Als lösungsorientierter Mensch versuche ich, immer die positive Seite der Medaille zu erkennen und diese voranzutreiben, stets nach dem Motto: Stärken stärken.

Auf was könnten Sie in Ihrem Leben nicht verzichten?
Auf meine Familie und meine Kinder.

Wenn Sie eine Sache auf der Welt verändern dürften: Was wäre das?
Den menschlichen Egoismus abschaffen.

Wenn Sie eine berühmte Persönlichkeit – egal ob lebendig oder tot – treffen dürften: Wer wäre es und warum?
Michail Gorbatschow. Ein Mensch, der tatsächlich mit seinen Ideen und Handeln die Welt verändert hat.

Was haben Ihre Lehrer früher in der Schule über Sie gesagt?
Stille Wasser sind tief.

Was ist Ihr Traumreiseziel?
Per Bagpack durch Mittelamerika.

Wir danken Ihnen sehr für das ausführliche Interview

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Im heimischen München darf auch gerne mal das Dirndl sein.