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Preisträger 2012

Präventionspreis des Vereins Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V.

Preisträger 2012

„Der Rote Ritter 2012“: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zeichnet vorbildliche Verkehrssicherheitsarbeit aus

Präventionspreis des Vereins Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V. – Preisgeld insgesamt 21.000 Euro – Preisträger aus dem gesamten Bundesgebiet

Hamburg, 22. Juni 2012. Vier regionale Verkehrssicherheits-Projekte und ein Gemeinschaftspreis für fünf Fahrradhelm-Aktionen: Gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer als Schirmherr zeichnete Adalbert Wandt, Vorsitzender des Vereins „Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V., am 22. Juni in Hamburg die Preisträger des Präventionspreises „Der Rote Ritter 2012“ aus. Gewinner der diesjährigen Ausschreibung sind die Präventionsprojekte „Crash Kurs NRW“ aus Nordrhein-Westfalen und „Schütze mich! – Beni koru!“ aus Karlsruhe, die Aktion „Lebensrettende Trixi-Spiegel für Freiburg“ und das Dattelner Babyschalen-Konzept „Aktion Gute Heimfahrt“. Jedes dieser vier Projekte bekommt 4.000 Euro für ihre Präventionsarbeit. Je 1.000 Euro erhalten die fünf Gewinner des Gemeinschaftspreises „Fahrradhelm“.

Vielfältig, engagiert und wirkungsvoll: Ramsauer zeigte sich bei der Preisverleihung sehr beeindruckt von der hohen Qualität der ausgezeichneten Verkehrssicherheitsprojekte: „Die Ansätze zur Unfallverhütung sind unterschiedlich, aber effektiv und nachahmenswert. Alle Preisträger helfen, den Straßenverkehr für unsere Kinder sicherer zu machen und sind ein Vorbild für uns alle.“ 75 Bewerbungen in diesem Jahr sind ein großer Erfolg für den noch jungen Präventionspreis „Der Rote Ritter“ des Vereins Aktion Kinder-Unfallhilfe. „Offensichtlich findet unsere Initiative, herausragende Verkehrssicherheitsprojekte mit dem ‚Roten Ritter‘ auszuzeichnen und bekannter zu machen, großen Zuspruch. Wenn sich für jedes Projekt auch nur ein einziger Nachahmer findet, haben wir viel für die Sicherheit unsere Kinder erreicht“, so der Vereinsvorsitzende Adalbert Wandt. Er betont, dass eigentlich alle Bewerber einen Preis für ihr Engagement verdient hätten und bittet nachdrücklich alle darum „sich weiter aus ganzem Herzen für die Sicherheit von Kinder und Jugendlichen im Straßenverkehr einzusetzen.“

 Die Preisträger 2012

Preisträger 2012Die stolzen Preisträger des „Roten Ritters 2012“: Von links: Karl-Heinz Webels, Vorsitzender der Verkehrswacht Essen e.V., für das Helmprojekt „Helm auf – Glück auf“; Jürgen Schlöhlein, Leiter der Direktion Verkehr der Polizei Gelsenkirchen, für das Präventionsprojekt „Crash Kurs NRW“; Ingrid Pergande, Direktorin der Grundschule Pavenstädt (Gütersloh), für ein Helmprojekt an ihrer Schule; Polizeidirektor Peter Westermann vom Polizeipräsidium Karlsruhe für das Projekt „Schütze mich! – Beni koru!“;  Ellen Haase für ein Helmprojekt der Service-Organisation Soroptimist International Club Gütersloh; Verkehrsminister Peter Ramsauer; Heidrun Möbius, Vorsitzende der Verkehrswacht Braunschweig e.V., für die Aktion „Löwenhelm“; Claus Herzig, Vorstand der Aktion Kinder-Unfallhilfe; Dr. Gregor Pache, Präsident von Round Table 25 – Freiburg für das Projekt „Lebensrettende Trixi-Spiegel für Freiburg“; Bernd Melcher, Vorstand der Aktion Kinder-Unfallhilfe; Christiane Dieckerhoff, Kinderkrankenschwester an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln für die „Aktion Gute Heimfahrt“; Prof. Dr. Martin Schuhmann, Leiter des Bereichs Pädiatrische Neurochirurgie der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Tübingen, Mitinitiator des  Helmprojekts „Schütze Dein BESTES“ der Aktion GIB ACHT IM VERKEHR in Baden-Württemberg; Sonderpreisträger Bernd Jünemann, Direktor der Staatlichen Berufsbildenden Schulen Eichsfeld, für das Projekt „Regionale Verkehrserziehung an Schulen“ und Adalbert Wandt, Vorsitzender der Aktion Kinder-Unfallhilfe.

Broschüre: Preisträger 2012″ hier zum Download (durch Klick auf das Bild)

Rote Ritter Broschüre 2012

Die Preisträger im Kurzporträt

„Crash Kurs NRW“ konfrontiert junge Fahrer mit den Folgen von Verkehrsunfällen

Hoch emotional: Das Präventionsprojekt der Polizei NRW konfrontiert mit Videos und Gesprächen Jugendliche der Klassen 11 und 12 schonungslos mit den Folgen tragischer Verkehrsunfällen. Seit Jahren verursachen junge Fahrer überproportional viele Verkehrsunfälle, oft durch überhöhte Geschwindigkeit oder Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss.

„Schütze mich! – Beni koru!“ – richtiges Angurten rettet Kinderleben

Viele Kinder werden als Mitfahrer im Auto schwer verletzt, weil sie falsch oder gar nicht gesichert sind. Mit dem Verkehrspräventionsprojekt „Schütze mich! – Beni koru!“ will das Polizeipräsidium Karlsruhe die Anschnallquote bei Kindern erhöhen und über richtige Sicherungssysteme aufklären. Da im Raum Karlsruhe viele türkische Familien leben, wurde die Aktion zweisprachig umgesetzt.

Zusatzspiegel entschärfen gefährliche Kreuzungen

Das Problem des toten Winkels bei Lkw packt der Service-Club Round Table Freiburg mit seiner Aktion „Lebensrettende Trixi-Spiegel für Freiburg“ an. Benannt nach der verunglückten Tochter des Erfinders, sollen stationäre Spiegel an den Ampelmasten großer Kreuzungen Unfälle beim Rechtsabbiegen verhindern. Seit 2007 sind inzwischen 160 Spiegel in der badischen Stadt installiert und machen die kritischen Bereiche neben den Fahrzeugen viel besser einsehbar. Mit Erfolg: Eine Befragung im Rahmen eines Forschungsprojektes zeigt, dass 90 Prozent aller Bus- und Lkw-Fahrer die Zusatzspiegel als hilfreich einschätzen.

Wertvolle Tipps für die sichere Heimfahrt mit Frühgeborenen

Winzig klein und federleicht: Viele Frühchen wiegen noch nicht einmal zwei Kilogramm, wenn sie die Klinik verlassen. Welche Babyschalen sind tauglich für Frühchen? Was tun, wenn das Baby trotz Sitzschalenverkleinerer nach unten rutscht? Nach dem amerikanischen Vorbild der „Car seat fitter“ bietet die Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln Eltern von Frühgeborenen unter dem Namen „Aktion gute Heimfahrt“ einen besonderen Service an:  Im Rahmen des Entlassungsmanagements informiert speziell geschultes Personal die Eltern über wichtige Aspekte beim Kauf der Babyschale und gibt  ihnen vor der Heimfahrt wertvolle Tipps für das richtige Lagern.

Knochen heilen, das Gehirn nicht: Fahrrad fahren nur mit Helm

Er rettet Leben, kommt jedoch noch viel zu selten zum Einsatz: Der Fahrradhelm. Die Jury des „Roten Ritters“ will helfen, die schützende Kopfbedeckung populärer zu machen und zeichnet deshalb fünf Helmprojekte mit einem Gemeinschaftspreis aus. Preisträger des „Roten Ritters 2012“ sind die „Aktion Löwenhelm“ der Verkehrswacht Braunschweig, der Präventionsfilm „Glück auf – Helm auf“ der Verkehrswacht Essen, das Projekt „Schütze Dein BESTES“ der Aktion GIB ACHT IM VERKEHR in Baden-Württemberg, das Verkehrssicherheitskonzept der Grundschule Pavenstädt und eine Aktion der Service-Organisation „Soroptimist International Club Gütersloh“, bei der die Soroptimistinnen mit selbstgenähten Fahrradhelm-Unterziehmützen das Helmtragen beim Fahrradfahren im Winter attraktiver machen wollen.